Kwasi Heiser

Initiator und Gründer

Am 27.09.1980 wurde ich in Ghana geboren. Kurz vor meinem 9. Lebensjahr bin ich nach Deutschland gekommen und erhielt dort die beste Unterstützung und Förderung, die sich ein ghanaisches Kind nie vorstellen kann. Nach 16 Jahren besuchte ich das 1. Mal meine Verwandten in Ghana. Es war schön, alle nach langer Zeit wiederzusehen, jedoch brachte der Anblick der Kinder auf den Straßen Erinnerungen an meine eigene Kindheit in mir zum Vorschein. Dieses Erlebnis beschäftigte mich noch sehr lange nach meiner Rückreise aus Ghana. Doch irgendwann holte mich der Alltag in Deutschland wieder ein und es sollte noch etwas dauern, bis ich durch ein zweites Erlebnis im Jahr 2008 dann den festen Entschluss fasste, den Kindern in Ghana zu helfen.

Vita

Meinen schulischen und beruflichen Werdegang habe ich in Deutschland absolviert

  • Fachhochschulreife
  • Abgeschlossene kaufmännische Ausbildung (Kaufmann in der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft)

Als ich 2008 einen Artikel über Unicef las, in dem der Geldspendenskandal an die Öffentlichkeit kam, entstand die Idee, einfach selbst aktiv zu werden, damit die Hilfe wirklich dort ankommt, wo sie gebraucht wird.

Die grundlegende Frage, die aus diesem ersten Gedankengang heraus entstand, war: Was können wir genau machen, um zu helfen? Wir funktionieren nur zusammen. Nur gemeinsam können wir etwas bewegen. Wir brauchen also andere Menschen zur Unterstützung (unter anderem durch Sach- und Geldspenden, aber auch zur Umsetzung der Ideen), damit wir es gemeinsam schaffen können, den Hilfebedürftigen und dabei vor allem den Kindern in Ghana zu helfen. Wir beschlossen mit der Sammlung von Hilfsgütern zu beginnen und diese beim nächsten Aufenthalt in Ghana zu verteilen. Unser großes Plus hier in Deutschland ist es, dass wir in einer Überflussgesellschaft leben, wo fast jeder von uns Dinge hat, die nicht mehr gebraucht werden und nur im Keller oder auf dem Dachboden stehen. Dieser Anfangsgedanke war so schnell fortgeschritten, dass wir nach 9 Monaten, also im Dezember 2008, den ersten 40-Fuß-Hilfscontainer (ca. 800 Umzugskartons sowie 20 PC´s & Zubehör) durch Spenden aus dem Bekannten – und Freundeskreis vollgeladen nach Ghana schicken konnten. Diesen 1. Transport finanzierten wir mit 7500,- Euro für die Verschiffung und für die Verzollung aus eigener Tasche!

Als wichtigstes Merkmal:

Das Kinderhilfsprojekt „Farm of Hope“, welches ich nach der Gründung des ghanaischen Vereins „Go For Ghana“ im Jahr 2012 ins Leben gerufen habe, soll vor allem Transparenz zwischen den ehrenamtlichen Helfern, Sponsoren und den bedürftigen Kindern bieten. Dafür organisiert der Verein u.a. Reisen nach Ghana, damit sie alles selbst miterleben können.
Ich werde oft gefragt, wieso ich Menschen in Ghana helfe, obwohl ich nicht mit ihnen verwandt bin. Dank meiner Eltern bin ich nach Deutschland gekommen, um ein besseres Leben führen zu können. Ich hatte das Glück, sowohl eine gute schulische, als auch berufliche Ausbildung genießen zu dürfen und musste nie mehr hungern.
Die Straßen- und Waisenkinder Ghanas werden dieses Glück nicht haben. Wer weiß, vielleicht wäre ich selbst eines von diesen Straßen- oder Waisenkindern geworden. Das ist der Grund, weshalb ich mich heute mit Herz, Geduld und vollem Engagement für sie einsetze. Natürlich gibt es auch immer wieder Herausforderungen und Niederschläge. Aber diese nehme ich gerne in Kauf, wenn ich dafür auch nur einen anderen Menschen durch dieses Projekt glücklich machen kann. Mein großer Wunsch ist es, den Kindern in Ghana langfristig “Hilfe zur Selbsthilfe“ zu ermöglichen, sodass das „Wachsen“ nie aufhört.